Dem See auf den Grund gehen

Seen erfüllen heutzutage eine schier unglaublich große Anzahl an Aufgaben: vom Speicher für sauberes, unberührtes Trinkwasser bis hin Freizeitseen mit Tausenden Badegästen täglich wird Seen einiges zugemutet.
Dabei sind natürliche Seen im Wasserkreislauf üblicherweise an den tiefsten Stellen ihres jeweiligen Wassereinzugsgebietes gelegen und somit als Senke besonders anfällig für Einflüsse aus einem oftmals großen geographischen Gebiet.
Insofern sollte es selbstverständlich sein, dass man Seen -abhängig von deren Bestimmung- regelmäßig auf Ihre Beschaffenheit hin untersucht, Veränderungen dokumentiert und ggfs. negativen Auswirkungen im Hinblick auf eine Nutzungseinschränkung entgegenwirkt.

Das Institut Dr. Nowak hat eine inzwischen 40-jährige Erfahrung auf dem Gebiet der Seen-Untersuchung und ist mit seinen kompetenten Mitarbeitern in der Lage, Seen allumfassend zu untersuchen und zu bewerten.

Die üblicherweise betreuten Seen-Typen gliedern sich in

  • Badeseen / Naherholungsgebiete
  • Talsperren (Trinkwassergewinnung)
  • FFH-Gebiete
  • Fischzucht / Angelgewässer

Dazu gehören folgende Leistungsbereiche:

Altdaten-Auswertung

Erfreulicherweise gibt es von vielen Seen bereits seit Jahrzehnten Aufzeichnungen und dokumentierte Messwerte und Beobachtungen. Diese Werte älteren Datums sind zwar aus heutiger, analytisch-qualitativer Sicht, in Abhängigkeit von den Parametern nicht immer belastbar, geben jedoch zumindest häufig einen Entwicklungstrend des Gewässers wider. Das Institut sichtet ggfs. solche vorhandenen Altdaten und wertet diese aus.

Hydrometrie

Ein See ist quasi nie unabhängig von äußeren hydraulischen Ereignissen. Der Wasserstand eines Sees kann sich durch Niederschläge, oberirdische Zu- und Abflüsse oder durch Grundwassereinspeisung verändern. Diese Einflussfaktoren gilt es zu kennen, um die Qualität und Relevanz von chemischen und biologischen Parametern im Seewasser besser einschätzen zu können. Werden Untersuchungen nur im Wasserkörper des Sees durchgeführt, ergibt sich u.U. ein unvollständiges bzw. unplausibles Gesamtbild.
Für die Untersuchungen von Wasserständen und hydraulischen Momenten in und um einen See herum stehen den Mitarbeitern dieser Abteilungen leistungsfähige autarke Pegel- und Grundwasserstandsmesser zur Verfügung, deren Auswertung mit Hilfe spezieller Software oftmals ein eindrücksvolles Bild von den hydraulischen Strömungsverhältnissen und Abhängigkeiten eines Sees ergeben.
Nur mit genügend dichten hydrometrischen Datenbeständen lassen sich außerdem belastbare Modellierungen des Systemverhaltens realisieren.

Bathymetrie

Von einem See sieht man zu allererst nur die Oberfläche. Das natürliche Empfinden sagt einem, dass ein See am Ufer flacher ist und zur Mitte hin tiefer wird. Aber so genau kann man das ohne entsprechende Messungen eben nicht sagen. Aber eben genau diese Kenntnis von einem See ist sehr wichtig.
Die genaue Morphologie eines Sees zu kennen, also ein genaues Bild davon zu bekommen, wie der See-Boden unter der Wasseroberfläche aussieht, ermöglicht es einem erst, das Volumen eines Sees vernünftig zu berechnen, markante, tiefe Stellen in einem See zu lokalisieren und daraufhin Messpunkte festzulegen.
Zu diesem Zweck stehen im Institut Dr. Nowak moderne Echolote (Vertikal-/Fächer-Echolot) zur Verfügung, die eine genaue Abtastung des Seebodens erlauben, und dabei sogar noch in der Lage sind, nicht nur den Beginn des Seebodens zu erkennen, sondern sogar die verschiedenen Schichten des Sediments zu charkterisieren, was ebenfalls von großer Bedeutung sein kann. Mit Hilfe entsprechender Software wird aus einer großen Menge von Peildaten eine "3D-Landkarte" des Seebodens erstellt, die Basis für weitergehende Untersuchungen ist.
Professionelle, moderne Fächerecholote sind heute auch in der Lage (weit jenseits von handelsüblichen "FishFindern") die Verteilung von Biomasse in einem See, also z.B. das Auftreten von Algenblüten in einer bestimmten Wassertiefe, auf physikalischem Wege zu indizieren.

Wasser-Untersuchungen

Die Untersuchungen des Wassers auf chemische und biologische Parameter sind die eindeutig messbaren Hauptindikatoren für die Qualität und demnach auch für die Nutzungsmöglichkeit eines Sees.
Seit mehr als 40 Jahren führen wir alle relevanten chemischen und biologischen Untersuchungen von Seewasser durch. Dabei reicht das Spektrum von Nährstoffuntersuchungen zur Bestimmung des Trophiestatus über vertikale Tiefenprofile in geschichteten Seen bis hin zu umfangreichen Monitoringprogrammen (prioritäre Stoffe gemäß EU-WRRL) oder Bestandsaufnahmen (z.B. Makrozoobenthos gemäß EU-WRRL). Im Institut Dr. Nowak ermittelte Daten sind oftmals Basis für Gewässerzustandsberichte oder ähnliche Publikationen.
Eine Liste mit allen relevanten Parametern finden Sie hier. Leistungsverzeichnis »

Sediment-Untersuchungen

Für die Bewertung der Wasserqualität untrennbar mit den Wasseruntersuchungen verbunden ist die Charakterisierung des Sediments, und zwar sowohl hinsichtlich seiner physikalischen, wie auch seiner chemischen Beschaffenheit.
Da Sedimente viel stärker als vermutet an Prozessen des Nährstoffkreislaufs in einem See beteiligt sind und somit Phänomene wie die interne Düngung einen viel größeren Einfluss haben können auf den Trophiestatus eines Sees als die Nährstoff-Frachten im See-Wasser, ist es unabdingbar, die chemische Zusammensetzung des Sediments genau zu kennen.

Auswirkungsprognosen / Erstellung von Maßnahmenplänen

Wenn genügend viele Daten anhand der oben beschriebenen Leistungs-Abschnitte ermittelt worden sind, kann das Institut Dr. Nowak Prognosen hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten eines Sees machen. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Wirkung von Änderungen im System zu prognostizieren und ggfs. Maßnahmen vorzuschlagen und umzusetzen, die einer Verschlechterung des Systems entgegenwirken oder einen ursprünglich besseren Zustand des Sees wiederherstellen.
Im Bereich der Seensanierung ist das Institut Dr. Nowak international anerkannt. Weitere Informationen zu dem Thema Seensanierung finden Sie auf den eigens dafür eingerichteten Seiten. Seensanierung »