Seensanierung

Wird im Rahmen einer Seenuntersuchung festgestellt, dass ein See für die vorgesehene Nutzung nicht mehr die notwendige Qualität aufweist, z.B. weil auf Grund zu hoher Nährstoffgehalte übermäßiges Algenwachstum und das Auftreten von Blaualgen in einem Badesee bestimmte Grenzwerte überschreiten, bietet das Institut Dr. Nowak seinen Kunden auch Handlungsempfehlungen zur Sanierung von Seen an.
Dabei ist die gewünschte Nutzung des Sees ausschlaggebend für das vorgeschlagene Sanierungsverfahren. Oftmals ist auch nur die Kombination verschiedener Sanierungsverfahren die einzig vertretbare Variante.

Bei der Auswahl von Sanierungsverfahren spielen neben ökonomischen Aspekten vor allem die ökologische Verträglichkeit sowie die Nachhaltigkeit einer Sanierungsmaßnahme im Vordergrund.
Dabei hat sich im Laufe der letzten Jahre herausgestellt, dass eine Vielzahl der angewandten Sanierungsverfahren entweder nicht nachhaltig waren oder lediglich die Symptome einer Nutzungseinschränkung bekämpft haben, nicht jedoch die Ursachen behoben haben.
Aus diesen Erfahrungen lässt sich heutzutage verbindlich feststellen, dass der Weg zu einer nachhaltigen Seensanierung an einer Verringerung des Nährstoffs Phosphor als Schlüsselfaktor nicht vorbeiführt. Da die meisten Nutzungseinschränkungen von Seen durch zu hohe Phosphor-Konzentrationen im Wasser und im Sediment und einer daraus resultierenden übermäßigen Biomasse-Produktion (Algenblüten, Blaualgen-Teppiche etc.) herrühren, ist die nachhaltige Bindung bzw. Inaktivierung des Phosphors im Seewasser sowie im Sediment die erste entscheidende Maßnahme für eine Seesanierung.

Eine Inaktivierung des Phosphors wurde bisher durch Fällungen des Phosphors mit Kationen wie Eisen (III) oder Aluminium (III) zu erreichen versucht. Eine solche Maßnahme ist nach heutigem Stand der Technik nur in einer sehr begrenzten Kreis von Seen Erfolg versprechend, da die Bedingungen, in denen die beiden genannten Kationen Phosphor (genauer gesagt: Phosphat) binden, sind relativ eng begrenzt und können daher in den seltensten Fällen als nachhaltig angesehen werden.

Seit Ende 2006 kooperiert das Institut Dr. Nowak mit der Firma Bentophos GmbH, die als Lizenznehmer eines australischen Unternehmens das bahnbrechende Mittel Bentophos vertreibt. Bentophos ist ein patentiertes Tonmineral, welches, in Analogie zum Eisen oder Aluminium, mit einem Kation angereichert ist, und zwar mit Lanthan, einer seltenen Erde.
Dieses Kation Lanthan vereinigt in Summe alle wünschenswerten Eigenschaften eines nachhaltigen Phosphat-Binders. 

Mit Bentophos wurden u. a. bisher folgende Binnenseen erfolgreich behandelt:

  • Otterstedter See in Ottersberg
  • Silbersee in Stuhr bei Bremen
  • Bärensee im Main-Kinzig-Kreis
  • Blankensee bei Lübeck
  • Behlendorfer See bei Ratzeburg
  • Eichbaumsee in Hamburg

Ein Musterprojekt mit begleitender Modellierung findet derzeit in Varese in Italien an einem 1400 ha großen See statt.

Weitere Informationen zum Bentophos®-Verfahren zur Seensanierung finden Sie auch auf der Seite www.bentophos.de.